
Der Niedersächsische Heimatbund entstand, als sich am 6. Oktober 1905 der "Vertretertag niedersächsischer Vereine" zu seiner konstituierenden Sitzung traf. Zweck dieses Vertretertages, der sich 1908 in "Niedersächsischer Ausschuss für Heimatschutz" umbenannte, war die Mitwirkung an Organisation und Durchführung des 1902 vom Heimatbund Niedersachsen ins Leben gerufenen Niedersachsentages. Ende der 1920er Jahre formierte sich der "Ausschuss" als Spitzenvertretung der Heimatpflege im gesamten niedersächsischen Raum und übernahm 1929 die alleinige Veranstaltung der Niedersachsentage. 1934 erfolgte die Anmeldung im Vereinsregister als "Niedersächsischer Heimatschutz e.V.", seit 1937 lautet der Name "Niedersächsischer Heimatbund e.V.".
Ohne selbst wissenschaftlich tätig zu sein, haben die im wesentlichen entsprechend der Arbeitsfelder bzw. Förderschwerpunkte gebildeten Fachgruppen die Grundlage für eine Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Laien, zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen gelegt.
Mit der Einführung der "Roten Mappe", dem Jahresbericht zur Heimatpflege in Niedersachsen, begann in der Festversammlung des Niedersachsentages 1960 der bis heute anhaltende fruchtbare Dialog zwischen dem NHB und der Landesregierung, die seit 1977 ihre Stellungnahme zur Heimatpflege auch schriftlich in der "Weißen Mappe" vorlegt.
Heute, in Zeiten zunehmender Globalisierung, versteht sich der NHB als Forum für ehren- und hauptamtliches Engagement für eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Heimatpflege in landesweiter Perspektive. Ziel dieser aktuellen Heimatpflege, dieser Mitarbeit an der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes, ist dessen nachhaltige Entwicklung unter Bewahrung der natürlichen und kulturellen Ressourcen.