
Die fachliche Arbeit nehmen im Niedersächsischen Heimatbund die seit 1983 bestehenden Fachgruppen wahr. Zur Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben hat das Präsidium folgende Fachgruppen eingerichtet:
Die mit Wissenschaftlern und Praktikern der entsprechenden Disziplinen oder Arbeitsfelder aus ganz Niedersachsen besetzten Fachgruppen haben die Aufgabe, die fachliche Kompetenz des Niedersächsischen Heimatbundes zu erweitern und zu untermauern.
Die Fachgruppenmitglieder arbeiten ehrenamtlich. Sie treffen sich in der Regel dreimal pro Jahr zu Sitzungen.
Vorsitzender: Oberkustos Dr. Stephan Veil, Hannover
Stellvertreter: Stadtarchäologe Dr. Edgar Ring, Lüneburg
Sinn und Zweck der Arbeit der Fachgruppe Archäologie ist es, die Interessen der archäologischen Arbeit in Denkmalpflege, Museen und Forschung zu vertreten, bekanntzumachen und zu erläutern. Dabei ist es das besondere Anliegen der Fachgruppe, das Bewußtsein dafür zu schärfen, dass
Zur Umsetzung dieser Ziele konzipiert die Fachgruppe weiterbildende Veranstaltungen, gibt sie Vereinen und Museen Hilfen bei der Präsentation archäologischer Exponate und berät sie Beiträge für die ROTE MAPPE. Dabei steht die Unterrichtung der Bürgerinnen und Bürger über Probleme der archäologischen Denkmalpflege und die Unterstützung von Laienarchäologen im Vordergrund.
Die Fachgruppe unterstützt den Niedersächsischen Heimatbund in seiner Arbeit, ein Forum für die landesweite Unterstützung archäologischer Denkmalpflege, Forschung und Vermittlung durch Museen, Vereine und Verbände zu bieten und ein wesentliches Bindeglied zwischen Haupt- und Ehrenamt zu bilden.
Dies verdeutlicht auch die Zusammensetzung der Fachgruppe aus Wissenschaftlern, die in Behörden oder Museen tätig sind, sowie aus Praktikern, insbesondere aus Beauftragten für die archäologische Denkmalpflege. Daß Mitarbeiter der Fachgruppe zugleich Mitglieder der Archäologischen Kommission sind, die einst aus einer Arbeitsgemeinschaft des Niedersächsischen Heimatbundes hervorgegangen ist, verdeutlicht das bewußt gesetzte Ziel, mit der Fachgruppe ein Bindeglied zwischen Forschung und Lehre sowie der Laienforschung zu schaffen.
Vorsitzender: Städtischer Baudirektor Friedhelm Meyer, Göttingen
Stellvertreter: Dr. Volker Gläntzer, Hannover
Stellvertreter: Prof. Dr. Heinar Henckel, Bad Nenndorf
Die Fachgruppe Denkmalpflege unterstützt den Niedersächsischen Heimatbund bei seiner Arbeit, die Belange der Denkmal- und Heimatpflege gegenüber Staat, Kommunen und anderen Hoheitsträgern zu vertreten und dafür zu sorgen, daß sie gegenüber den Wirtschaftsinteressen nicht gänzlich zurückstehen. Diese Sorge um die Wahrung kulturstaatlicher Belange ist demgemäß zu einem großen Teil auch Gegenstand der Fachgruppenarbeit.
Die Mitglieder der Fachgruppe vertreten örtliche Bürgerinitiativen, überörtliche sich der Denkmalpflege widmende Vereinigungen, die Kirchen, private Denkmalbesitzer sowie ehrenamtlich Beauftragte und das in der Denkmalpflege tätige Handwerk. Mehrere Mitglieder sind berufsmäßig auf dem Gebiet der Denkmalpflege tätig — als Konservator, Baudezernent, Bauamtsleiter oder Stadtbildpfleger. Vertreten sind obere und untere Denkmalschutzbehörden, Hochschullehrer aus den Bereichen Architektur, ländliches Siedlungswesen und Gartenarchitekten sowie Juristen.
In der jüngsten Vergangenheit hat sich die Fachgruppe Denkmalpflege mit folgenden Themenschwerpunkten beschäftigt:
Vorsitzender: Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer, Hannover
Stellvertreter: Studienrat Dr. Wieland Sachse, Rosdorf
Die Fachgruppe Geschichte sieht ihre Aufgaben darin, innerhalb der Arbeit des Niedersächsischen Heimatbundes die niedersächsische Regional- und Lokalgeschichte in die ihr zustehende Bedeutung zu erheben, das Präsidium in landesgeschichtlichen Angelegenheiten zu beraten und diese mit ihm durchzusetzen. Die Fachgruppe will beraten, anregen, politisch durchsetzen, nicht aber forschen, edieren, publizieren.
Die Vorhaben der Fachgruppe konzentrieren sich auf die
In der Fachgruppe sorgen Vertreter der Staats- und Kommunalarchive, der Universitäten, Museen und Bibliotheken, der Schulen und der Erwachsenenbildung sowie freie Historiker und Chronisten für die erforderliche fachliche Kompetenz.
Im Jahr 1999 hat die Fachgruppe u.a. das Symposium des Niedersächsischen Heimatbundes zu den verschiedenen Arbeitsgebieten der Geschichtsforschung in Niedersachsen vorbereitet und wissenschaftlich begleitet sowie sich ausführlich mit der regionalgeschichtlichen Lehrerfortbildung befaßt. Im Jahr 2000 wird sich die Fachgruppe dem Vergleich der heimat- und regionalgeschichtlichen Arbeit in den deutschen Bundesländern widmen und hierbei den Schwerpunkt auf die heimatgeschichtliche Weiterbildung legen.
"Was die Wissenschaft von einer Dorfgeschichte erwartet" können Sie mit "Acrobat Reader" als pdf-Datei hier lesen.
Vorsitzender: Prof. Dr. Hans Hermann Wöbse, Burgwedel-Fuhrberg
Stellvertreter: Prof. Dr. Heinar Henckel, Bad Nenndorf
Der NHB widmet sich verstärkt seit etwa 10 Jahren der Erhaltung und Entwicklung von Kulturlandschaften in Niedersachsen. 1999 hat der NHB die landesweite Erfassung von historischen Kulturlandschaftselementen mit der Projektreihe "Spurensuche in Niedersachsen" begonnen. Die Fachgruppe Kulturlandschaft berät und unterstützt den NHB in der Durchführung dieser Projektreihe in fachlichen Angelegenheiten. Die Mitglieder der Fachgruppe sind Mitautoren der Publikation "Spurensuche in Niedersachsen. Historische Kulturlandschaftsteile entdecken", einer vom NHB herausgegebenen Arbeitshilfe und Erfassungsanleitung für Kulturlandschaftselemente.
Die landesweite Erfassung historischer Kulturlandschaftselemente ist durch die Zusammenarbeit ehrenamtlicher Melder, regionaler Betreuer und wissenschaftlicher Mitarbeiter für die zentrale Koordination in der Geschäftsstelle des NHB organisiert. Die Regionalbetreuer des Projektes sind auch Mitglieder der Fachgruppe. Die zentrale Datenerfassung und -verwaltung findet in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege statt.
Die Fachgruppe berät über aktuelle Fragen der Kulturlandschaftsentwicklung. Es ist die Intention der Fachgruppe, Wissen über Kulturlandschaften zusammenzutragen und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Durch diese Wissensvermittlung soll das Bewusstsein für
gebildet werden. Ein Verlust dieser Landschaftselemente bedeutet einen Verlust unseres Kulturgutes.
Die Fachgruppe unternimmt außerdem Exkursionen, um ausgewählte historische Kulturlandschaftselemente im Gelände anzusprechen und auf diese Weise Klärung über die kulturgeschichtliche Bedeutung herbeizuführen.
Darüber hinaus werden von der Fachgruppe Beiträge für die Rote Mappe erarbeitet und dem NHB eingereichte Beiträge beraten.
Aktuelle Themenschwerpunkte der Fachgruppe sind
Die Fachgruppe Kulturlandschaft setzt sich derzeit aus 16 Mitgliedern unterschiedlicher Fachgebiete u.a. Architektur, Archäologie, Biologie, Denkmalpflege, Geografie, Geschichte, Landeskunde, Landschaftsplanung und Volkskunde zusammen.
Vorsitzender: Prof. Dr. Hansjörg Küster, Hannover
Stellvertreter: Prof. Dr. Hans Hermann Wöbse, Burgwedel-Fuhrberg
Die Fachgruppe Natur- und Umweltschutz unterstützt und berät den Niedersächsischen Heimatbund bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Dazu
Die Fachgruppe beobachtet aufmerksam Veränderungen in Natur und Landschaft, um auf bedenkliche Entwicklungen hinzuweisen und bei Handlungsbedarf die erforderlichen Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Neben der Themenvielfalt, die alljährlich in der Roten Mappe nachzulesen ist, befaßt sich die Fachgruppe in jüngster Zeit besonders mit der Situation in Großschutzgebieten, der Erhaltung historischer Kulturlandschaften und mit der Frage, inwieweit Theorie und Praxis der Eingriffsregelung in Niedersachsen übereinstimmen.
Die Fachgruppe nimmt ihre Aufgaben in ausgewogener Form wahr, da sie sich aus Personen unterschiedlichster Fachgebiete, der Ministerien und Fachbehörden, der Universitäten und Naturschutzverbände zusammensetzt.
Mit Sorge verfolgt die Fachgruppe den zunehmenden Bedeutungsverlust von Natur- und Umweltschutz durch
Vorsitzende: Cornelia Nath, Aurich-Walle
Stellvertreter: Dr. Ulf-Thomas Lesle, Cuxhaven
In der Fachgruppe Niederdeutsch und Saterfriesisch arbeiten Experten zusammen, die entweder beruflich an Universitäten, in Schulen und Kulturinstitutionen oder bei Medien, ehrenamtlich in Vereinen der Sprach- und Heimatpflege oder als Kulturschaffende in den Bereichen Literatur, Theater, Musik mit der plattdeutschen Sprache zu tun haben. Sie repräsentieren die verschiedenen niederdeutschen Dialektlandschaften. In der Fachgruppe ist auch das "Institut für niederdeutsche Sprache" vertreten, das als einzige außeruniversitäre Einrichtung für die Förderung der Regionalsprache Niederdeutsch in ganz Norddeutschland länderübergreifend tätig ist.
Aufgabe der Fachgruppe ist es, die vielfältigen Bemühungen um die Erhaltung des Plattdeutschen zu unterstützen, Anregungen zu geben und Aktivitäten zu organisieren. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich planerischer und beratender Tätigkeiten. Die Sitzungen sind ein niedersachsenweites Austausch- und Diskussionsforum, auf dem die Mitglieder ihre Erfahrungen und Meinungen vergleichen und abstimmen können. Die Fachgruppe hat immer wieder Anstoß für konkrete Arbeitsvorhaben und langfristig angelegte Projekte gegeben.
Die Fachgruppe sammelt und diskutiert Beiträge für die Rote Mappe, mit denen die Landesregierung auf Mängel der staatlichen Sprachförderung hingewiesen und über laufende Initiativen und Aktivitäten informiert wird. Diese Doppelaufgabe — Unterstützung und Kontrolle der Sprachpolitik des Landes — hat seit Inkrafttreten der "Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen" am 1. Januar 1999 erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Umsetzung der Artikel dieser Sprachenschutzkonvention, die Niederdeutsch als erhaltenswerte Regionalsprache auf europäischer Ebene anerkennt, ist ein Prozeß, den Plattsprecherinnen und -sprechern auf vielen Ebenen mitgestalten können. Daher hat die Fachgruppe für die nächsten Jahre einen klaren Arbeitsschwerpunkt auf diesen Bereich gelegt.
Die Ausarbeitungen in den Bereichen "Volkskunde" und "Museen" geschehen in themenbezogen gebildeten Arbeitsgruppen. Kontakt über Dr. Wolfgang Rüther, Geschäftsführer des Niedersächsischen Heimatbundes e.V.